Zur Geschichte des Böhlau Verlages

 

 

Mitten im 30-jährigen Krieg, im Jahr 1624, wurden am Weimarer Fürstenhof erstmals Bücher gedruckt. Aus dieser Hofbuchdruckerei entwickelte sich im 19. Jahrhundert der Böhlau Verlag, mit bedeutenden Werken zu den historisch ausgerichteten Geisteswissenschaften. Nach dem Ersten Weltkrieg rettete ein Autor des Verlages, der Rechtswissenschaftler Geheimrat Prof. Dr. Karl Rauch, zunächst die Savigny Zeitschrift für Rechtsgeschichte und schließlich den gesamten Verlag aus der Weltwirtschaftskrise der 1920er Jahre. Er begründete das heute noch bestehende Verlagsprofil.

 

Die Häuser in Wien und Köln wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnet. Jahrzehntelang zählt Böhlau mit seinen drei Standorten Wien, Köln und Weimar zu den wenigen unabhängigen und inhabergeführten Wissenschaftsverlagen mit alter Tradition und internationaler Bedeutung. Seit Januar 2017 gehört Böhlau zur Verlagsgruppe Vandenhoeck & Ruprecht.

 

Programmschwerpunkte sind seit jeher vor allem Geschichte und Rechtsgeschichte, aber auch Literaturwissenschaft, Kunst- und Kulturgeschichte, Kirchengeschichte und Theologie, Philosophie, Bildungsforschung und Publizistik; neuere Tendenzen sind Historische Anthropologie, Biowissenschaften, Genderforschung, Globalgeschichte und andere Themen aktueller Forschung.

 

Als Gesellschafter von UTB forciert Böhlau Bücher für das Studium in all diesen Bereichen.

 

Daneben wird seit langem auch für ein breiteres Lesepublikum, mit starker Unterstützung durch den Buchhandel, das Wissenschaftliche Sachbuch kreativ weiterentwickelt.